Das 3 Liter
Auto - Der erste Schritt in die richtige
Richtung: Von vielen propagiert, jedoch
von der breiten Öffentlichkeit nicht
angenommen. So oder ähnlich könnte
man die unendliche Geschichte des Niedrigenergie-Autos
auf den Punkt bringen. Seit Mitte der achziger
Jahre des vorigen Jahrhundert existieren
Studien von beispielsweise Citroen, die
mit ihrem ECO - Modell einen Kraftstoffverbrauch
von 3,5 Liter auf 100 km erzielen konnten.
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Andere europäische Autobauer
zogen schnell nach und erreichten annähernde
oder manchmal sogar bessere Ergebnisse wie z.B.
Volkswagen mit ihrem VW Lupo 3L TDI, der mit 2,99
l Diesel auf 100 km und einem durchschnittlich
geschätzten CO2-Ausstoss von 79g/km die Serienreife
erreichte.
Trotz allen Bemühungen der
Designer, innovativer Ausstattung dieser Niedrigenergie-Fahrzeuge
mit beispielsweise elektrohydraulischer Kupplung
und Schwungnutzautomatik sowie der Hybrid-Technik
konnte die breite Öffentlichkeit und insbesondere
der normale Autofahrer nicht davon überzeugt
werden sich ein solches Fahrzeug zu kaufen. Staatliche
Subventionen verpufften angesichts der immer noch
vorherrschenden Meinung des Konsumenten, eine
Auto müsse eine hohe PS Zahl aufweisen, sportlich
wirken und vor allem Komfort bieten.
Dank immer noch zu "günstiger"
Spritpreise, einem zu hohen Anschaffungspreis
und der Platzierung dieser Niedrigenergie-Fahrzeu-
ge im Kleinwagenbereich kann sich die neue Technologie
einfach nicht durchsetzen.
Zudem wird den Autoherstellern und
der damit verbundenen Wirtschaftslobby vorgeworfen
sie würden diese Studien und Projekte nur
als "Alibi - Projekt" verwenden um damit
einen höheren ökologischen Werbeeffekt
beim Verbraucher zu erreichen und die 3 Liter
Autos zu wenig zu bewerben, da nur mit leistungsstarken
Fahrzeugen ein hoher Umsatz gemacht werden kann.
Darüber hinaus herrscht auch
eine gewisse Uneinigkeit in der Autobauer Branche
welche Antriebsform bzw. welcher Kraftstoff für
die Zukunft wohl das non plus ultra sein wird.
Damit wird natürlich auf der anderen Seite
wiederum der Verbraucher verwirrt, der zwischen
Biodiesel, Bioethanol, Hybrid-Antrieb, reinem
Elektro-Antrieb u.v.a.m die Qual der Wahl hat.
Erst in letzter Zeit setzt stellenweise ein Umdenken
in Verbraucherkreisen ein, daß durch gesenkte
CO2 - Emissionswerte hervorgerufen wurde, welche
den künftigen Autokäufer dazu zwingen
auf emissionsarme Kraftfahrzeuge umzusteigen und
bei seiner Kaufentscheidung der Kraftstoffverbrauch
plötzlich an oberste Stelle rückt.
Der zaghafte Durchsetzungswille
staatlicher Stellen ist hierbei immer noch das
größte Problem. Die Erkenntnis setzt
sich aber immer weiter durch, daß eben regenerative
Kraftstoffe die Zukunft sind, ja sogar sein müssen,
wenn man bedenkt, das in Deutschland allein 12%
des Erdöls in Form von Benzin und Diesel
durch Autos verbraucht werden. Internationale
Abkommen, wie z.B die Einführung der CO2
Standards sind in dieser Hinsicht sehr wünschenswert,
auch im Hinblick auf die Tatsache, dass egal durch
welche Einsparung, jede alternative Antriebsform
von Kraftfahrzeugen den Anteil an den Gesamtenergiereserven
fossiler Brennstoffe sukzessiv erhöht bzw.
einspart. Zudem wird durch die Verbrennungsmotoren
aller Fahrzeuge weltweit 20% des CO2 Ausstosses
hervorgerufen und eine Steigerung dieser Emission
ist bei weitem keine Utopie mehr, wenn man bedenkt
das auch die sogenannten Tigerstaaten in Vorder-,
Mittel- und Hinterasien, allen voran China in
der Zukunft motorisiert werden wollen.
Wirtschaft und Staat, national und
international müssen in Zukunft Hand in Hand
arbeiten um eine Lösung des Problems zu erreichen.
Ein Umdenken kann und wird bei den Konsumenten
erst dann einsetzen wenn die Autoindustrie ihre
Werbung für Niedrigenergie-Autos weiter forciert
und somit ein höhere Nachfrage nach ökologischen
Fahrzeugen beim Endverbraucher künstlich
erzeugt wird. Dann erst hat das 3 Liter Auto eine
Chance um sein "Mauerblümchen-Image"
abzuschütteln und als gleichwertiger Konkurrent
zu anderen Fahrzeugklassen aufzuschliessen. Dann
erst wird der Sektor 3 Liter Auto zu einer ernstzunehmenden
Alternative für alle, die sich ökologisch
und emissionsarm fortbewegen wollen.
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